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Modellversuch EPOS
Entwicklung innovativer Potenziale in der
gestaltungsoffenen Berufsausbildung durch den Einsatz
eines Service - Aus- und
Weiterbildners in KMU |
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Prokjekt |
Modellversuch EPOS
Entwicklung innovativer Potenziale in der
gestaltungsoffenen Berufsausbildung durch den Einsatz
eines Service - Aus- und
Weiterbildners in KMU
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Projektziele |
Zielstellungen und Untersuchungsgegenstand des Modellversuches
- Entwicklung
und Erprobung des Anforderungsprofils für einen externen
Service -
Aus-und Weiterbildner in kleinen und mittleren
Unternehmen
-
Qualifizierung
und Einsatz von externen Service - Aus-und Weiterbildnern
in
kleinen und mittleren Unternehmen
- Nachweis der Wirksamkeit von Service - Aus-und
Weiterbildnern
in kleinen und mittleren Unternehmen
Der Service- Aus-
und Weiterbildner erfüllt mehrere Funktionen
- er
unterstützt zeitlich begrenzt und aufgabenbezogen das
Management des Unternehmens beim Aufbau einer eigenständigen
und kooperativen Aus- und Weiterbildung
- er demonstriert durch unmittelbare Unterstützung des
betrieblichen
Aus- und Weiterbildungsprozesses neue Methoden
der Aus- und
Weiterbildung und befähigt somit betriebliche Ausbildungsverantwort-
liche, die Flexibilitätsspielräume der
Ausbildungsordnungen zu nutzen
- er befähigt betriebliche Mitarbeiter zur betriebsbezogenen
Umsetzung
gestaltungsoffener Ausbildungsordnungen er trägt zur
Entwicklung
einer pädagogischen Kompetenz in kleinen und
mittleren Unter-
nehmen und damit zum Verständnis vom Lernort
Arbeitsplatz bei,
- er demonstriert in seiner betrieblichen und zeitlich begrenzten
Tätigkeit moderne Formen und Methoden der Qualifizierung am
Arbeitsplatz,
- er ergründet das vorhandene pädagogische Wissen im
Unternehmen
selbst und bringt dieses in das kooperative
Wissensmanagement der
vom Bildungsunternehmen geschaffenen
Wissensplattform ein.
- er überträgt seine Erfahrungen bei der Umsetzung
gestaltungsoffener
Ausbildungsordnungen auf die Arbeit mit
anderen kleinen und
mittleren Unternehmen
- er integriert den Service-Aus- und Weiterbildner in die
Aufbau- und
Ablauforganisation des Unternehmens und entwickelt
dieses Prinzip
zu einer sich selbst tragenden Dienstleistung.
- er vertritt sein Bildungsunternehmen in der Öffentlichkeit
und an
seinem zeitweiligen Arbeitsort und hat somit eine
Vorbildfunktion. |
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Untersuchungsfeld |
Untersuchungsfeld
des Modellversuches
In den Modellversuch werden einbezogen:
- 6
Firmen der Metallbranche/ CNC-basierte Produktionssysteme aus
der Region
-
6
Multimedia-Firmen aus der Region
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Erkenntnisgewinn
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Erkenntnisgewinn und zu erwartender Nutzen
Aus den Ergebnissen des
Modellversuches sind u.a. folgende weiterführende Erkenntnisse
für die berufliche Bildung zu erwarten:
- Weiterentwicklung des Konzeptes
Lernort Arbeitsplatz
durch den zeitweiligen Einsatz eines Service-Aus- und
Weiterbildners in kleinen und mittleren Unternehmen
-
Weiterentwicklung des Konzeptes Bildungsdienstleister
durch den Einsatz von Service-Aus- und Weiterbildner
-
Weiterentwicklung des speziellen Konzeptes
Ausbildungsverbund SAZ
-
Weiterentwicklung des kooperativen Wissensmanagement zwischen
kleinen und mittleren Unternehmen und einem
Bildungsdienstleister
-
Weiterentwicklung eines Bildungsdienstleisters zu einem
Kompetenzzentrum
-
Professionalisierung
der Tätigkeit von beruflich-betrieblichen Aus- und
Weiterbildnern.
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Aktivitäten |
Die Tätigkeit des Service- Aus- und Weiterbildners im
Unternehmen umfasst fünf Phasen:
Erste Phase:
Beratungsphase (Beratung der Geschäftsleitung über
arbeitsplatzbezogene Aus- und Weiterbildungsprozesse)
Ergebnisse dieser
Phase: Schaffen einer Vertrauensbasis, prinzipielle
Übereinstimmung zur Intensivierung bzw. Aufnahme betrieblicher
Aus- und Weiterbildungsprozesse
Zweite Phase:
Analysephase
Ergebnisse:
Ermittlung des konkreten Aus- und Weiterbildungsbedarfes,
Auswahl des geeigneten Berufes bzw. der notwendigen
Weiterbildungsmaßnahmen, Festlegung zu Anzahl der
Auszubildenden
Dritte Phase:
Vorbereitungs- und Planungsphase
Unterstützung des
Unternehmens bei der Auswahl geeigneter Auszubildender,
Planung der kooperativen Ausbildung unter Nutzung der
Flexibilitätsspielräume
Ergebnisse:
Einstellung betrieblicher Auszubildender, gestaltungsoffener
betrieblicher Ausbildungsplan
Vierte Phase: Aus- und
Weiterbildungsphase
Ergebnisse:
Kreative, betriebsbezogene Umsetzung der Ausbildungsordnung, Gestaltung einer
kooperativen Aus- und Weiterbildung mit dem betrieblichen
Lernplatz als Kern.
Der Service-Aus- und Weiterbildner betreut beginnend mit dem
ersten Ausbildungsjahr Auszubildende aus allen
Ausbildungsjahren. Seine wichtigste Aufgabe ist es, geeignete
Arbeiten im Betrieb zu finden, an denen Auszubildende lernen
können. Das heißt: Lernchancen zu entdecken, den Einsatz der
Auszubildenden mit den betrieblichen
Ausbildungsverantwortlichen abzustimmen und die Vor- und
Nachbereitung des betrieblichen Lernens anzuleiten.
Strukturiert und gesteuert wird die Ausbildung über
ausbildungsgerechte Betriebsaufgaben, deren Inhalte vor Ort -
zusammen mit den Betriebskräften festlegt werden. Die
Voraussetzungen für die Bearbeitung der Lernaufträge und damit
für das Lernen im Betrieb müssen sich die Auszubildenden
selbst erarbeiten. Dieses nach Möglichkeit im Team, wobei
betriebliche Fachkräfte diese Teamarbeit aktiv unterstützen
und der Service-Ausbilder den Prozess moderiert.
In dem Umfang, in dem die Ausbildung in den Prozessen der
Arbeit erfolgt, erfahren auch die Auszubildenden das
Wissensmanagement in der Form, wie es im Unternehmen etabliert
ist. Die Auszubildenden lernen zum Beispiel, sich aktuelle
Informationen für ihre Arbeit aus dem Intranet zu besorgen.
Gleichzeitig nehmen sie an betrieblichen
Veränderungsprozessen, wie etwa an Teambesprechungen oder an
Qualitätszirkelsitzungen, teil.
Weitere Schritte sind:
-
Befähigung betrieblicher Multiplikatoren zur
eigenverantwortlichen
Fortsetzung der Ausbildung unter Nutzung
externer
Bildungsdienstleistungen
-
Einbeziehung des Unternehmens in die multimediale
Wissensplattform
Unternehmen- Bildungsunternehmen
Fünfte Phase: Nachbetreuung und
nachhaltige, sich selbst tragende Etablierung der Service-Aus-
und Weiterbildung
Ergebnisse: Schrittweise Rücknahme der Vor-Ort-Betreuung
zugunsten einer mehr beratenden, anleitenden und
impulsgebenden Funktion, damit Etablierung der Service-Aus-
und Weiterbildung als eine sich selbst tragende Dienstleistung
Nachhaltige Etablierung der betrieblichen Aus- und
Weiterbildung durch Verknüpfung der Ausbildung mit
betrieblichen Weiterbildungsprozessen und Aufbau und Pflege
eines Informationsdienstes (auf der Basis der
Multimediaplattform). Zunehmend wird Aus- und Weiterbildung
zum Teil des betrieblichen Wissensmanagements. |
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