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Projekte

Projekt
Gestaltung regionaler Lernkulturen - Kompetenzentwicklung Mecklenburg-Vorpommern
Zielstellung
 
Übergreifende Zielstellung

Mit dem Anschlussprojekt zur Weiterführung des Projektes
„Gestaltung regionaler Lernkulturen - Kompetenzentwicklung in Mecklenburg-Vorpommern“
soll die Gestaltung regionaler Lernkulturen in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin an Fallbeispielen untersucht und insbesondere der Prozess der weiteren Umsetzung der bisherigen Projektergebnisse über Landesvorhaben fortgeführt werden. Durch einen verstärkten Transfer der Erkenntnisse in die Gestaltungspraxis soll das neue Verständnis zum Lernen und dessen Bedeutung für eine sich ändernde Lernkultur in Umsetzung des BMBF-Projektes gefördert werden. Gleichzeitig wird das Anschlussprojekt vertiefte Aussagen über regionale Lernkulturen in Mecklenburg-Vorpommern liefern, die den Mittelgebern und der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt werden.

Detaillierte Zielstellung

Mit dem Anschlussprojekt sollen die Einflussnahme auf die Gestaltung neuer Lernkulturen in verschieden Regionen des Landes über gemeinsame Projekte verstärkt und die landesspezifischen Interessen und Vorhaben wesentlich konkreter unterstützt werden.

Mit Abschluss des Jahres 2003 liegen genügend Erfahrungen und Ergebnisse vor, um nunmehr noch direkter auf notwendige Veränderungsprozesse im Sinne des Projektes „Regionale Lernkulturen“ Einfluss nehmen zu können. Der Prozess der Umsetzung der Ergebnisse muss in den kommenden Jahren deutlich verstärkt werden. Im zurückliegenden Projektzeitraum konnte festgestellt werden, dass verschiedene Bereiche und Institutionen aus Politik, Wirtschaft und Bildung (Landesversorgungsamt, Kommunen, Vereine, Bildungsunternehmen, Trägergesellschaften, Projekte des Bundes und des Landes) die Unterstützung und Beratung durch das ITF-Projekt verstärkt in Anspruch nehmen. Die Dienstleistungen betreffen solche Aufgaben, wie Unterstützung bei der Erarbeitung von Projektanträgen, Personalqualifizierung für die Projektarbeit, Projektmanagement, Evaluation und Monitoring, Qualitätssicherung, E-Learning u.a.m.

Ab 2004 konzentriert sich die weiterführende Gestaltungs-, Transfer- und Umsetzungsphase in Abstimmung mit dem Arbeitsmarkt- und Strukturentwicklungsprogramm (ASP) Mecklenburg-Vorpommern auf erkannte Schwerpunktaufgaben für die Gestaltung regionaler Lernkulturen.

Das ITF Schwerin bezieht deshalb die „innovativen“ Bildungsunternehmen mit Umsetzungsstrategien und Umsetzungskompetenzen für seine Projektaktivitäten aktiv ein. Diese direkte Verbindung zwischen dem Forschungs- und Gestaltungspotenzial des ITF Schwerin und den Entwicklungspotenzialen der teilnehmenden Bildungsunternehmen wird den Transfer bewährter Modelle, Verfahren und Strategien zur Gestaltung regionaler Lernkulturen in der Breite und Tiefe fördern.

Dabei wird von folgender Gedankenführung ausgegangen:

Mecklenburg-Vorpommern ist ein strukturschwaches Bundesland mit nur wenigen wirtschaftlichen und finanziellen Ressourcen. Die Wirtschaftskraft muss sich im Wesentlichen über Innovationen und das Humankapital entwickeln. Innovationen und die Entwicklung von Humankapital sind mit Lernprozessen verbunden, die lernförderliche Strukturen und eine neue Kultur des Lernens und Arbeitens benötigen. Die neue Lernkultur betrifft vor allem das selbstorganisierte Lernen in den beiden wichtigsten Formen: Lernen im Prozess der Arbeit (Unternehmen und Organisationen) und Lernen im sozialen Umfeld (Netzwerke, Selbstlernzentren, Kommunen, Vereine).

Mit der Entwicklung von Lerninfrastrukturen sollen Voraussetzungen für ein kompetentes Mecklenburg-Vorpommern mit dem Blick auf die Anforderungen der nächsten Jahre geschaffen werden. Da sich Lernprozesse und Strukturen nur langsam entwickeln, ist von einem weiten Entwicklungshorizont auszugehen, der Jahre in Anspruch nehmen wird.
Für die Entwicklung lernförderlicher Strukturen für das Lernen im Prozess der Arbeit und lernförderlicher Bedingungen für das Lernen im sozialen Umfeld sollen künftig Gestaltungsprojekte des Landes über Beratung, Coaching, Evaluation, Personal- und Organisationsentwicklung für konkrete Vorhaben sowie über eine wissenschaftliche Begleitung genutzt werden.

Nach bisherigen Vorstellungen sollen sich die Aktivitäten konzentrieren auf:
  • die Unterstützung der Bildungsunternehmen im Transformationsprozess unter der Berücksichtigung neuerer Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt, der Arbeitsverwaltung und der Förderkonditionen für die Individuen. Es soll dabei der personelle und organisatorische Umgestaltungsprozess der Bildungsunternehmen zu Bildungs-dienstleistern in Mecklenburg-Vorpommern anhand konkreter Beispiele mitgestaltet, nachvollzogen und transparent gemacht werden.
  • die interne Qualitätssicherung in den Bildungsunternehmen selbst hinsichtlich der Organisation und ggf. der Zertifizierung, aber insbesondere die Qualitätssicherung in den einzelnen Modulen und Qualifizierungsmaßnahmen über geeignete Kriterien, Indikatoren und Benchmarks;
  • die praktische Unterstützung der noch am Anfang stehenden Entwicklung von flexiblen Lernkonzepten unter Berücksichtigung der notwendigen Individualisierung für den einzelnen Lerner, einer individuellen Lernberatung, der Bereitstellung einer Lernumgebung, der Nutzung neuer Medien u.a.m. Dazu gehört auch durch die Erprobung geeigneter didaktisch-methodischer und organisatorischer Lösungen. Dabei sollen u.a. Erfahrungen aus BIBB-Modellversuchen einfließen und in die Breite getragen werden.
  • die praktische Unterstützung von Projekten, die sich zunehmend mit der inhaltlichen und didaktisch-methodische Gestaltung des E-Learnings als Bestandteil des selbstorganisierten Lernens befassen. Dieser Prozess muss von außen unterstützt werden. Dazu gehören Hilfen, Empfehlungen und Anforderungskataloge für eine effektive Gestaltung des Lernens mit neuen Medien, das Lernen in Netzen, die Pflege bestehender und der Aufbau neuer Netze und die Notwendigkeit einer Moderation der Netze (EQUAL, Lernende Region, InnoRegio,...).
  • die Unterstützung von sich neu strukturierenden Beschäftigungsgesellschaften bei der Entwicklung lerneffizienter Programme für die betriebliche Qualifizierung in kleinen und mittleren Unternehmen unter dem Aspekt der veränderten Sichtweise hinsichtlich der Funktion beruflich-betrieblicher Aus- und Weiterbildung. Dazu gehören die Verbindung von Bildung mit Lernberatung, Coaching und Innovationsservice.


Die Projektaktivitäten befassen sich weiterhin mit den bisherigen Praxisbereichen

  • Lernen im Prozess der Arbeit
  • Lernen im sozialen Umfeld
  • Lernen in Bildungsunternehmen
  • Lernen mit neuen Medien und in Netzwerken

Aus der gemeinsamen Arbeit in Landesprojekten werden sich jedoch  Verschiebungen in der Wertigkeit und Intensität ergeben.

Zunehmend interessanter sind nach den bisherigen Erfahrungen die Wechselbeziehungen zwischen den vier o.g. Praxisbereichen, denn innovative Ansätze werden vorrangig im Zusammenwirken und der gegenseitigen Durchdringung der Bereiche vermutet. Daher konzentriert sich das Anschlussprojekt insbesondere auf diesen Aspekt.

Netzwerke Eine wichtige Grundlage für den Erfolg des Projektes „Gestaltung regionaler Lernkulturen – Kompetenzentwicklung Mecklenburg-Vorpommern“ ist die Nutzung und Bündelung der Ergebnisse, Erfahrungen und Erkenntnisse aus weiteren spezifischen Gestaltungsprojekten, wissenschaftlichen Begleitungen und Evaluation sowie aus der Mitarbeit und partnerschaftlichen Zusammenarbeit in Verbünden und regionalen, nationalen und internationalen Netzwerken.
Eine solche Vernetzung ist eine gute Ausgangsbasis für den Innovationstransfer sowie für neue Produkte und Dienstleistungen, die zur Veränderung in der Kompetenzentwicklung und der Gestaltung regionaler Lernkulturen führen.

Projektnetzwerke
in Mecklenburg-Vorpommerrn, in Deutschland und in Europa 
 
   
 

Förderkreis für Personalentwicklung, Weiterbildung und Neue Medien e.V.