|
|
Ältere Arbeitnehmer werden in der
Bundesrepublik Deutschland zukünftig die
größte Gruppe der Belegschaft in den
Unternehmen stellen. Dies ist zum einen
durch das Ende der Frühverrentungs- und
Pensionierungswelle der 1990er Jahre und der
gesetzlich beschlossenen Anhebung des
Renteneintrittsalters im Jahre 2006
begründet. Zum anderen spielt der
fortschreitende demografische Wandel mit
seinen stagnierend geringen Geburtenzahlen
und der daraus folgenden demografischen
Alterung der Bevölkerung eine entscheidende
Rolle für das zukünftige Ansteigen der
Anteile älterer Arbeitnehmer. Diese Prozesse
werden nach und nach in der gesamten
Bundesrepublik zu beobachten sein. Im
früheren Bundesgebiet wird der Übergang
gleichmäßig erfolgen, während in den neuen
Bundesländern ab dem Zeitraum 2010/11 ein
schlagartiger Anstieg der Anteile der
älteren Arbeitnehmer auftreten wird. Dies
ist vor allem durch den drastischen Rückgang
der Geburtenzahlen infolge der
Wiedervereinigung begründet.
Die Frage ist, ob die Unternehmen auf die
sich verändernden demografischen
Rahmenbedingungen vorbereitet sind und die
zukünftigen (Personal-)Planungen der Firmen
bereits heute einen demografischen Faktor
beinhalten. Des Weiteren ist hierbei von
Interesse, ob bei (Neu-)Einstellungen eher
kurzfristige Aspekte, wie das Vorhandensein
von Lohnkostenzuschüssen oder
Befristungsmöglichkeiten, von Bedeutung
sind. In diesem Zusammenhang ist es auch
wichtig zu erfahren, inwieweit innovative
Arbeitszeitmodelle und -formen speziell für
ältere Arbeitnehmer in den Unternehmen
Verbreitung gefunden haben.
Mit Hilfe einer Unternehmensbefragung, die
durch den Unternehmerverband
Norddeutschland Mecklenburg-Schwerin e. V.
in den Jahren 2006/07 durchgeführt wurde,
sollten diese und weiterführende Fragen
beantwortet werden. |