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itf
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Hefte "Weiterbildung in der Region" |
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Heft Nr. 40 / 2007
Thema:
Flexibilisierung und verändertes Lernen in der beruflichen Bildung
im Aus- und Fortbildungszentrum Schiffahrt und Hafen GmbH Rostock
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Inhaltsverzeichnis |
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Vorwort |
Hans Joachim Buggenhagen
Die berufliche Bildung hat in den letzten Jahren durch die
Öffnung von anerkannten Berufen für eine betriebsspezifische
Komponente ihre Anpassungsfähigkeit an veränderte
wirtschaftliche Rahmenbedingungen bewiesen. Eine breite
Diskussion über die möglichen Potenzen, die in der
gestaltungsoffenen Berufausbildung liegen, wurde mit dem Begriff
der Flexibilisierung ausgelöst. Das Bundesinstitut für
Berufsbildung hat die Gestaltungsbemühungen der Akteure der
beruflichen Bildung aufgegriffen und über eigene Modellversuche
diesen innovativen Ansatz unterstützt. Es wurde mit dem
„Arbeitskreis Flexibilisierung“ eine Plattform für den
Erfahrungsaustausch und den Transfer geschaffen, die
unterschiedliche Ansätze aufgreift und Anregungen gibt, wie die
Potenzen der Flexibilisierung zum Nutzen der Unternehmen und der
Mitarbeiter ausgeschöpft werden können.
Analysiert man die Spielräume für die Flexibilisierung, dann
kann zunächst die übergreifende Aussage getroffen werden:
Die Flexibilisierung liegt im Spannungsfeld von Beruflichkeit
und Betrieblichkeit, von beruflichen Standards und den
betrieblichen Arbeitsplätzen. Letztlich dient sie der
Ausprägung von Grundlagen für das selbst gestaltete lebenslange
und berufsbegleitende Lernen.
Führt man diese allgemeine Aussage auf die
Bestimmungsaspekte des pädagogischen Prozesses zurück, so kommt
man zu konkreten Hinweisen für die Gestaltung des Prozesses.
Die Spielräume für die gestaltungsoffene Berufsausbildung liegen
- zwischen der genauen Bestimmung der Kompetenzprofile für die betrieblichen Arbeitsplätze und
dem Abgleich mit den Ausbildungsrahmenplänen. Daraus lassen sich die
Zielstellungen für den Aus- und Weiterbildungsprozess konkretisieren.
- in der Auswahl der Inhalte für die Ausbildung mit betrieblichem Charakter. Zu den Inhalten
gehören neben dem fachlichen Wissen und Können auch Methoden, Lerntechniken
sowie soziale Kompetenzen,
- in der Art und Weise der Vermittlung und Aneignung der Inhalte. Dazu gehören das selbstorganisierte Lernen, die Nutzung der Fachkräfte des Betriebes sowie der
Einsatz von aus- und weiterbildungsgerechten Betriebsaufgaben,
- in der Organisation der Ausbildung unter den besonderen Bedingungen des Betriebes mit
deren Arbeitszeitmodellen und in den Möglichkeiten eines externen
Bildungsmanagements durch einen Bildungsdienstleister hinsichtlich der Lern- und
Arbeitsorte,
- in der Integration der Leistungsermittlung und Leistungsbewertung in den Arbeitsprozess
und in die betrieblichen Arbeitsaufgaben und der gleichzeitigen Sicherung des
beruflichen Niveaus entsprechend den staatlichen Ausbildungsrahmenpläne.
Die Spielräume liegen aber vorrangig in den Wechselbeziehungen und insbesondere in der Veränderung des traditionellen Rollenverständnisses von
Lehrenden und Lernenden, von Ausbildern und Auszubildenden, von Mitarbeitern und Management.
Im vorliegenden Heft werden Erfahrungen bei der Flexibilisierung der beruflichen Bildung aus dem BIBB-Modellversuch MARITIM
vorgestellt.
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ISSN 1863-2165
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